Psychosomatische Grundversorgung 

 

Körper und Psyche bilden eine Einheit. Körperliche Erkrankungen wirken sich auf die Psyche aus, und psychische Erkrankungen können zu körperlichen Beschwerden führen (psychosomatische Beschwerden). Psychische Erkrankungen wie zum Beispiel chronische Erschöpfung ("burn-out", "fatigue"), Depression, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen oder chronische Schmerzen (mit psychischen und somatischen Ursachen) sind häufig. Betroffene sprechen selten darüber. 

Machen Sie einen ersten Schritt und sprechen Sie mit mir darüber! Es lohnt sich. 

Ich geben Ihnen gern eine erste Orientierung zu einer effektiven Diagnostik und Therapie, welche ich mit Ihnen individuell abstimme. Ein Hilfsmittel zur Diagnostik sind Fragebögen. Einen Fragebogen für Depression können sie hier als pdf herunterladen. 

Neben den psychischen Symptomen können psychische Erkrankungen auch somatische (körperliche) Beschwerden hervorrufen. Prinzipiell kann hiervon jede Körperregion betroffen sein. Eine somatische Diagnostik muss zunächst erfolgen, um eine gleichzeitig bestehende somatische Erkrankung auszuschließen. Somatische Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion) können psychische Erkrankungen auslösen oder verschlechtern. Umgekehrt können psychische Belastung und Erkrankungen somatische Beschwerden hervorrufen oder zu deren Verschlechterung beitragen, z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Sodbrennen. Die somatische Diagnostik erbringt häufig keine wegweisenden Ursachen oder nicht relevante Zufallsbefunde, welche die Betroffenen weiter verunsichern. Zudem erhalten Betroffene häufig wenig Verständnis für Ihr Beschwerdebild.  

Als Ihr Hausarzt habe ich den Anspruch, Sie als ganzen Menschen zu behandeln. Ich kläre sowohl die somatischen als auch psychischen Beschwerden diagnostisch ab und veranlasse hierzu sinnvolle diagnostische Maßnahmen (z.B. Anämiediagnostik, Schilddrüsendiagnostik). 


Bei entsprechender Diagnose einer psychischen und/oder somatischen Erkrankung/en berate ich Sie zu den für Sie relevanten Therapien und stimme diese individuell mit Ihnen ab. Hierzu zählen z.B. nicht medikamentöse Maßnahmen (z.B. Lebensstilveränderung, Sport, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson [MP3 Audiodatei, Techniker Krankenkasse], Lichttherapie bei Depression) oder andere alternative Heilmittel. 

Medikamentöse Therapien von Schmerzerkrankungen, Depression, Angsterkrankungen und Zwangserkrankungen können eine deutliche Besserung bewirken, sind häufig auch gut verträglich und können die Lebensqualität entscheidend erhöhen. Den Beginn und die Überwachung der medikamentösen Therapie hinsichtlich Effektivität, Dauer und Nebenwirkungen übernehme ich routinemäßig mit oder überweise Sie hierzu zu einem spezialisierten Kollegen.

 

Eine weitere wichtige Therapieform ist die Psychotherapie. Die Krankenkasse erstatten in der Regel die Kosten für eine notwendige Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychotherapie. Ich berate sie gern zu den Möglichkeiten der ambulanten, stationären oder tagesklinischen Psychotherapie. Es erfolgen zunächst probatorische Gespräche (Vorbereitungsgespräche) mit Ihrer Psychotherapeutin oder Ihrem Psychotherapeuten, in denen die Indikation zur Therapie geprüft wird, ein Therapieplan erstellt wird und die/der Therapeut/in eine  Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse beantragt. 

Bei langen Wartezeiten auf einen Termin zu Psychotherapie beachten Sie bitte auch das Online-Angebot www.moodgym.de zur Unterstützung bei Depression. 

Bei der Suche nach einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten unterstützt Sie das Adressverzeichnis der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen

Wenn eine Dringlichkeit für die ambulante Psychotherapie besteht, und Sie bei drei Psychotherapeuten angefragt haben, und keinen Termin erhalten haben, können Sie über das Service Telefon der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen einen Termin vermittelt bekommen (0341 23493733). Alternativ vermittele ich für Sie eine tagesklinische oder klinische Behandlung.